Gremo erfindet vermisste Forwarder-Klasse neu

Wer schon älter ist und sich in der Branche auskennt, mag mit Wehmut an eine Zeit zurück denken, in der Forwarder noch ihr ganzes Eigengewicht als Last aufnehmen konnten. Eine Maschine dieser Klasse hat Gremo nun mehr oder weniger neu erfunden. Auf der Elmia Wood wird das Konzept eines Forwarders vorgestellt, der bei einem Gewicht von 10,5 t eine Last von 8,5 t meistert.

Gremo hat beim neuen Forwarder 750 F zwei Tonnen eingespart. Er wiegt nun 10,5 t und hat eine Lastkapazität von 8,5 t.

Man kann allerdings diskutieren, ob es sich hierbei noch um ein Konzept handelt – hat doch das erste Exemplar bereits einen Käufer gefunden. Die Basis des neuen Gremo 750 F ist das vorhandene Forwarder-Modell 1050 mit einem Gewicht von 12,5 t.

„Wir haben uns jedes einzelne Bauteil angesehen und wenn möglich durch leichtere Komponenten ausgetauscht. Auf diese Weise konnte die Maschine zwei Tonnen abnehmen“, berichtet Martin Bredenfeldt.

Gleichzeitig wurde die Breite des Forwarders auf 2,4 m verringert, was in Mitteleuropa wichtig ist, damit die Maschine problemlos auf Straßen fahren kann.

Was aber unterscheidet das neue Modell von all den kleinen Forwardern, die in den letzten Jahren immer üblicher geworden sind?

„Bei dem 750 F handelt es sich um eine vollständige Forstmaschine, die den gesamten Komfort sowie die übliche Sicherheit und alle Funktionen zu bieten hat“, antwortet Martin Bredenfeldt.

Und es stimmt: Leistungsmäßig ist es ein ausgewachsener Forwarder mit einem 4,5-l-Motor und einer Leistung von 164 PS. Er hat ein Hydrostgetriebe und sein Kran hat eine Reichweite von 6,5 m. Was ihn von anderen Forwardern abhebt, ist der deutlich geringere Bodendruck.

Auf der Elmia Wood stellt Gremo außerdem einen aktiven Bogie einer neuen Bauart vor. Er ist hydraulisch gesteuert und legt an Steigungen mehr Druck auf die Vorderräder. Dies vergrößert die Geländegängigkeit auch bei in steilen Gebieten. Auf feuchten und weichen Böden hingegen wird der Druck von den Vorderrädern weggenommen, sodass der Bogie sozusagen oben schwimmt.

„Diese Option ist für alle unsere Maschinen auswählbar. In erster Linie richten wir uns damit an Kunden in Ländern mit steilen Bodenverhältnissen, aber der aktive Bogie ist auch gut geeignet für Forstunternehmer, die viel auf schlecht tragenden Böden arbeiten“, sagt Martin Bredenfeldt.

 

Veröffentlicht
08.06.2017
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Gremo hat beim neuen Forwarder 750 F zwei Tonnen eingespart. Er wiegt nun 10,5 t und hat eine Lastkapazität von 8,5 t.
Gremo hat beim neuen Forwarder 750 F zwei Tonnen eingespart. Er wiegt nun 10,5 t und hat eine Lastkapazität von 8,5 t.