Riesiger Bedarf an Bio-Brennstoffen
Mitten im tieften Konjunkturtal geht der Bereich ”Bioenergie” ganz eigene Wege. So rechnen die schwedischen Pelletproduzenten mit einer Produktionssteigerung von 15 Prozent. Und auf längere Sicht wird der bedarf an Biobrennstoffen größer als je zuvor werden.
Das ist ein Ergebnis einer Konferenz, die zu Beginn der Forstfachmesse Elmia Wood 2009 in Jönköping durchgeführt wurde. Veranstalter war Svebioa, die Organisation der schwedischen Briobrennstoffhersteller. Und das Thema hieß: GROT. Das ist das Kürzel für Äste, Kronen und Wurzelwerk, für alle Reste der konventionellen Holzernte. Referenten waren hier Schwedens führend Forscher und Branchenvertreter.
20% sind viel!
Eine der wichtigsten Fragen war, ob gebnug Biomasse zur Verfügung steht, um die Forderungen der EU nach Verringerung des CO2-Ausstoßes um 20% bis 2020 zu erreichen. Die klare Antwort war: nein. Und das ist zumindest für die Forstwirtschaft eine gute Nachricht, denn von einer Sättigung der Märkte kann damit keine Rede sein.
Zum Ende der Konferenz präsentiert Albin Andersson, Energiekoordinator im Forstkonzern Södra, was für die Praxis geplant ist. Södras Ziel sei für die nahe Zukunft eine Produktion von Energie und Biobrennstoff in einer Größenordnung 6 200 GWh pro Jahr. Und neben Södra gibt es noch weitere Player dieser Größenordnung in Schweden. Schswedfen kann damit wohl ganz andere Größenordnungen erreichen als andere Länder Europas.
Der Wald kann nicht alles leisten
Die Klimazielen bedeuten, dass 3000 TWh durch erneuerbare Energien ersetzt werden müssen. ”Selbst wenn wir die ganze Holzwirtschaft schließen und alles Rundholz nur verfeuern, gibt das nicht mehr als 500 TWh”, förklarade Albin Andersson.
Aus erneuerbaren Quellen wurde 2005 nur 8,5 % des Energhiebedarfs gedeckt. Wenn der Anteil auf 20% steigen soll, bedeutet dass eine Steigerung um 1 725 TW.
Nur Bioenergie kann fossile Brennstoffe ersetzen. Die Forstwirtschaft kann aber die Steigerung auf 20% nicht allein leisten. Aus gesellschaftlicher Sicht ist das ein Problem. Für den Teil der Branche, der sich mit der Nutzung von bisher ungenutzten Resten aus der Forstwirtschaft beschäftigt, ist das natürlich eine gute Nachricht. Der Mark ist fast unbegrenzt aufnahmefähig. Von Krise gibt es hier keine Spur.
Die Lieferanten von Pelletbrennstoffen rechnen mit rund 15% Absatz-Zuwachs im laufenden Jahr. Deutlicher kann man den Trend kaum beschreiben!